Dankeschöngrillen 2026 - Friedrich "Fritz" Burschberg für 80 Jahre Mitgliedschaft geehrt

80 Jahre im VfL - Friedrich "Fritz" Burschberg

von HG Meyer

1946 waren es Jenny und Otto Krummland (damals VfL Vorstand), die die beiden verwandtschaftlich mit ihnen verbundenen zehnjährigen Zwillingsbrüder Peter (verstorben) und Friedrich Burschberg aufforderten „Jü möt mal nan Sportplatz up n Riesebusch komm“. So waren dann beide schnell VfL-Mitglieder und gingen zunächst der Leichtathletik nach. Fritz fand dann schnell Spaß am Feldhandball (nur den gab es damals). So manches Spiel vor großen Zuschauermengen wurde auf dem Riesebusch auch unter seiner Mitwirkung ausgetragen.  Der legendäre THW-Kieler Hein Dahlinger war z.B. unter den Gegnern. Bald kam aber der Hallenhandball auf und hier war es der über 20 Jahre lang tätige Trainer WILLI  BULL, der Fritz mit unter seine Fittiche nahm. Für Fritz war er eine großartige Bezugsperson über viele Jahre. Der VfL übernahm eine führende Rolle nicht nur im Lübecker Raum, sondern auch im Land. Eine eindrucksvolle Reise der der Mannschaft nach Tunesien ist immer noch in bester Erinnerung bei Fritz.  Was das Team auszeichnete war der unglaubliche Zusammenhalt und die Kameradschaft, was letztlich auch darauf zurückzuführen war, dass es alles Jungs aus der Region waren und dass Willi Bull mit großem pädagogischem Geschick die Mannschaft geformt hatte. 1966 sicherte sich diese eingeschworene und wegen ihrer Kampfkraft gefürchtete VfL-Mannschaft zunächst die Vize-Landesmeisterschaft um dann sensationell mit Siegen über den Top-Favoriten HSV und Polizei Hannover die Norddeutsche Meisterschaft.  Fritz konnte diesen Erfolg vor über 2.500 Zuschauern - man ging mit Krawatte und Hut zu den Spielen - in der (lt. LN) polizeilich gesperrten Hansehalle mit Spielern wie z.B. Anduleit, Dogs, Hoffmann, Krummland, Görtz, Penderak, Onnen, Hoppe feiern.  So war dann auch in der Lübecker Presse zu lesen: "Alle Spieler zeigten gegen Hannover eine hervorragende Leistung. LEDIGLICH BURSCHBERG VIEL DIESMAL ETWAS AB, OHNE ABER ZU VERSAGEN" Mit dieser Meisterschaft war für Fritz auch die Qualifikation zur zweiteiligen neu gegründeten Bundesliga Nord wie  mit  Gummersbach, GW Dankersen, HSV, oder TuS Wellinghofen geschafft. Nicht der THW, sondern das Team des VfL Bad Schwartau war Gründungsmitglied der Bundesliga und davon war Fritz einer.   

Nach der Norddeutschen Meisterschaft ging es weiter um die Deutsche Meisterschaft. Hier schalteten Fritz und seine Mannen im Vorrundenspiel den TV Hochelheim aus. Im Halbfinale ging es dann gegen den damals schon mit Spitzenspielern um dem legendären Hansi Schmidt spielenden VfL Gummersbach.  Ein von großer Gummersbacher Härte geprägtes Spiel verwehrte Fritz und seinem VfL dann den Einzug ins Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. Trotzdem ein Erfolg, den er sich auf die Fahne schreiben kann, denn keine weitere VfL-Mannschaft hatte dies wieder geschafft

Für über 10 Jahre Zugehörigkeit zur Mannschaft wurde Fritz mit der Silbernen VfL-Ehrennadel ausgezeichnet. Auch sein Sportabzeichen absolvierte er jährlich.  Dann wurde DIE DRITTE zu seinem Spielplatz. Hier war er stets der Organisator auf allen Ebenen. Feiern im familiären Mannschaftskreis waren neben dem Spielbetrieb regelmäßige Veranstaltungen. Sein Schlachtruf "Mit einer dreifachen Flanke rüber, Schuss, Tor" hallte nach jedem Training oder Spiel zum Bier durch die Kabine.  Mit auch Wolfgang Schwenke (sen.) an seiner Seite wurden unzählige junge Spieler, wie z.B. Rainer Schmidt, "Jogi" Schöttler, "Leiter" Behrens, Uwe Gründlich, Torsten Albrecht und auch die Söhne Dirk und Markus in all den Jahren in diese Mannschaft geholt. Viele schafften dann auch den Sprung in die 1.Herren. Ab etwa seinem 60. Lebensjahr beendete er seine Spielerkarriere und war nur noch als Verantwortlicher tätig. In dieser Funktion war er manchmal ein richtiger hitzköpfiger Burschberg und kassierte auch schon mal Strafen, weil er mit den Schiedsrichtern nicht "einverstanden" war. Aber er war hinterher immer wieder einsichtig.

 Fritz engagierte sich auch über viele Jahre sehr für die Abteilung als Kampfrichter oder Schiedsrichter. Das war schon ein sehr intensives, gelebtes VfL-, ja besser -Handballleben für ihn, das es für eine so lange Zeit kaum zu überbieten gibt.

Heute weilt Fritz - als einer der sich zu den ersten Bundeligaspielern in Deutschland zählen darf - überwiegend auf seiner Lieblingsinsel Mallorca, wo ihm sein Ruhestand sehr gegönnt ist.

Fritz, vielen vielen Dank für deine 80 Jahre im VfL.


Neben der Ehrung für Fritz Burschberg fanden noch weitere Ehreungen statt. So wurden Brigitte und Bodo Lux für ihr langjähriges Engagement im Nordic Walking geehrt. Außerdem gab es noch weitere Jubiläen:

70 Jahre
Dietrich Johan Klindwort

60 Jahre
Jens Sievertsen

50 Jahre
Olaf Dettmann, Bernd-Michaelis-Hauswaldt, Gudrun Reinbeck, Andreas Schaack

40 Jahre
Alfred Klindwort, Kay-Werner Klindwort, Rolf Niehuesbernd, Katja Riesewell, Dr. Friedrich Roggan, Annette Roggan, Herbert Walter, Thomas Hollweck, Manfred Franck, Janneke Bolk, Sinja Bolk, Eveline Schreiber, Raphael Schreiber, Brigitte Brandt, Mirja Marek

25 Jahre
Matthias Landmann, Martin Kufahl, Heinz Lemke, Olaf Schoeniger-Peter, Angelika Delfs, Hannelore Kuhlmann, Falk Hafferberg, Manuela Petersen, Ricarda Lünse

Alle geehrten vielen Dank für die Treue und das Engagement

Ehrungen 2026